Spieltherapie für Kinder
von 3 bis 12 Jahren
Spieltherapie für Kinder von 3 bis 12 Jahren
Osthofen, Mannheim & online
· auf Türkisch und Deutsch ·
Spieltherapie für Kinder, wenn Ihr Kind noch keine Worte für das hat, was es beschäftigt
Kinder können nicht immer erzählen, was sie belastet. Manchmal zeigen sie Ängste, Wut, Sorgen oder Traurigkeit nicht mit Worten, sondern durch ihr Spiel.
Spieltherapie ist eine psychologische Unterstützungsmethode, die Kindern hilft, Gefühle, die sie noch nicht in Worte fassen können, über das Spiel auszudrücken. Was sie im Gespräch nicht erzählen können, kann im Spiel leichter sichtbar werden.
Der Prozess beginnt nicht mit Ihrem Kind, sondern mit Ihnen. Im Erstgespräch betrachten wir gemeinsam, was Sie zu Hause beobachten. Themen wie Ängste, Wut, Rückzug, Verhaltensveränderungen oder Schwierigkeiten in der Schule werden dabei besprochen.
Anschließend wird ein Prozess geplant, der auf die Bedürfnisse und den Entwicklungsstand Ihres Kindes abgestimmt ist. Während der Therapie werden Sie durch regelmäßige Elterngespräche in den Prozess einbezogen, und wir betrachten gemeinsam die Veränderungen bei Ihrem Kind. Die Gespräche können auf Türkisch oder Deutsch stattfinden.
Spieltherapie ist keine kurzfristige Unterstützung, die auf wenige Gespräche begrenzt ist. Sie ist ein geplanter Prozess, der Ihrem Kind dabei helfen soll, seine Gefühle besser zu verstehen, auszudrücken und mit belastenden Situationen besser umzugehen.
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Kommt Ihnen das bekannt vor?
Die Abende sind angespannt. Die Hausaufgaben enden im Streit, das Anziehen am Morgen wird zum Kampf. Ihr Kind wird schnell wütend oder zieht sich zurück und auf die Frage, was denn los sei, kommt ein Schulterzucken. Sie versuchen es mit Geduld, mit Regeln, mit Nachgeben. Nichts davon hält lange.
Ihr Kind reagiert heftiger, als die Situation es erklärt
Sie fragen nach, aber Sie bekommen keine Antwort
Aus Kindergarten oder Schule kommen Rückmeldungen, die Sie beunruhigen
Ängste, Trennungsangst oder Einschlafprobleme nehmen zu
Ihr Kind kann sich schlecht konzentrieren und bricht bei Aufgaben schnell ab
Zu Hause dreht sich fast alles um dieses eine Thema
Das liegt selten daran, dass ein Kind nicht antworten will. Kinder verfügen für Wut, Angst oder Traurigkeit noch nicht über die Worte, die Erwachsene selbstverständlich benutzen. Ihr Ausdrucksmittel ist ein anderes: Sie spielen. Und genau dort setzt die Spieltherapie an.
Was in der Spieltherapie passiert
Spieltherapie ist eine fundierte Beratungsmethode, die Kindern hilft, ihre Gefühle und Gedanken über das Spiel auszudrücken. Für Kinder ist das Spiel die natürliche Sprache. Sie zeigen darin Dinge, die sie in einem Gespräch nicht benennen könnten.
In den Sitzungen steht Ihrem Kind ein vorbereiteter Raum mit ausgewählten Materialien zur Verfügung. Ihr Kind entscheidet selbst, womit es spielen möchte. Begleitet wird es dabei aufmerksam und ohne Bewertung.
So entsteht Schritt für Schritt ein Bild davon, was hinter dem Verhalten steht, das Sie zu Hause beobachten. Was sich zeigt, besprechen wir mit Ihnen und überlegen gemeinsam, was im Alltag zu Hause anders laufen kann.
Ihr Kind muss nicht erzählen, was es belastet. Genau deshalb arbeiten wir mit dem Spiel.

Wobei Spieltherapie unterstützt
Spieltherapie begleitet die emotionale, soziale und kognitive Entwicklung von Kindern. Eltern wenden sich unter anderem mit diesen Themen an uns:
Ängste und Sorgen
Wenn Ihr Kind sich vor Dingen fürchtet, die es früher nicht beunruhigt haben.
Wut und Ausbrüche
Wenn kleine Anlässe große Reaktionen auslösen und nichts mehr hilft.
Rückzug und wenig Selbstvertrauen
Wenn Ihr Kind sich nichts zutraut oder lieber gar nichts sagt.
Aufmerksamkeit und Konzentration
Wenn Ihr Kind bei Aufgaben nicht bleiben kann und die Hausaufgaben täglich Kraft kosten.
Eingewöhnung in der Schule
Wenn der Schulalltag Ihr Kind überfordert oder es morgens nicht hin möchte.
Trennungsangst
Wenn Abschiede jedes Mal schwerfallen, am Kindergarten, an der Schultür, abends.
Geschwistereifersucht
Wenn zu Hause um Aufmerksamkeit gekämpft wird.
Veränderungen in der Familie
Umzug, Trennung, ein neues Geschwisterkind – Kinder verarbeiten das anders als Erwachsene.
Verlust und Trauer
Wenn Ihr Kind einen Menschen verloren hat und Sie nicht wissen, wie es damit umgeht.
Belastende Erfahrungen
Wenn etwas passiert ist, worüber Ihr Kind nicht spricht.
So läuft der Prozess ab
Erstgespräch – nur mit Ihnen
Das erste Gespräch führen wir ohne Ihr Kind. Sie schildern, was Sie beobachten, seit wann es auftritt und in welchen Situationen es besonders auffällt. Danach wissen Sie, ob Spieltherapie für Ihr Kind passt.
Kennenlernen
Ihr Kind lernt den Raum und die Beratungsperson in Ruhe kennen. Es muss nichts erzählen und nichts leisten. Es darf ankommen.
Die Spielsitzungen
Die Sitzungen finden regelmäßig statt, in der Regel wöchentlich zur gleichen Zeit. Diese Verlässlichkeit ist für Kinder wichtig. Jedes Kind ist unterschiedlich, deshalb passen wir den Prozess an seine Entwicklung und seine Bedürfnisse an.
Gespräche mit Ihnen
In festen Abständen sprechen wir mit Ihnen darüber, was sich zeigt und was Sie zu Hause konkret anders machen können. Der Prozess wirkt vor allem dann, wenn die Familie ihn mitträgt.
Abschluss
Wenn Ihr Kind gefunden hat, was es braucht, beenden wir den Prozess gemeinsam und in Ruhe. Wie lange die Begleitung dauert, hängt vom Anliegen und vom Kind ab. Nach den ersten Sitzungen schätzen wir das gemeinsam ein.

Über Verda Hanzade
Als Gründerin der Verda Hanzade Psychologischen Beratungspraxis führt Verda Hanzade die Spieltherapie-Sitzungen persönlich durch. Sie ist B.Sc. Psychologie, M.A. Pädagogik, Paar- und Ehetherapeutin sowie Expertin für Hypnotherapie.
Ihr fachlicher Weg beginnt bei der kindlichen Entwicklung, nicht erst bei der Therapie. Noch vor dem Psychologiestudium schloss sie, ihrem Interesse an der Entwicklungspsychologie folgend – ein Studium der Kindheitsentwicklung an der Pädagogischen Fakultät der Anadolu Universität ab und baute damit eine akademische Grundlage im Bereich der frühkindlichen Entwicklung auf. Genau dieses Fundament entscheidet in der Spieltherapie darüber, ob ein Verhalten als Problem oder als Entwicklungsschritt gelesen wird. Aktuell setzt sie ihr Promotionsstudium im Fach Klinische Psychologie an der International Vision University fort.
Zu den Methoden, mit denen sie in ihrer Praxis arbeitet, zählen unter anderem Spieltherapie und Sandspieltherapie, daneben CBT, ACT, Schematherapie, DBT, Achtsamkeitsbasierte Verfahren und Inneres-Kind-Arbeit. Für Ihr Kind heißt das: Es wird nicht in eine Methode gesteckt, sondern die Methode wird auf Ihr Kind abgestimmt.
Und sie kennt die Lebenswelt Ihrer Familie von innen. Sie hat in zahlreichen Städten der Türkei und in Europa Seminare zu Psychologie, Familie und Erziehung gehalten und ihre Masterarbeit über Eltern-Kind-Beziehungen in religiösen Familien geschrieben. Was zwischen türkischem Zuhause und deutschem Kita- oder Schulalltag entsteht, weiß sie genau.
Ihr Kind darf sich auf Türkisch oder Deutsch ausdrücken – so, wie es sich am wohlsten fühlt
Ihr Kind wächst zwischen zwei Sprachen auf. In Kindergarten und Schule spricht es Deutsch, zu Hause Türkisch und mit der Sprache wechselt oft auch, wie viel es von sich zeigt. Erklären, erzählen und Aufgaben lösen gelingt vielen Kindern auf Deutsch mühelos. Wut, Angst, Heimweh oder Traurigkeit leben aber meistens in der Sprache, in der zu Hause getröstet und gestritten wird. Wenn ein Kind über Gefühle in seiner Zweitsprache sprechen soll, verliert es genau die Worte, auf die es ankommt.
Deshalb wählt bei uns Ihr Kind selbst, in welcher Sprache es sich ausdrücken möchte und darf jederzeit wechseln. Beides ist willkommen, keines muss übersetzt werden.
Das gilt auch für Sie: Die Elterngespräche führen wir auf Türkisch oder auf Deutsch, ganz wie es Ihnen leichter fällt. Sie müssen niemanden mitbringen, der dolmetscht, und Ihr Kind muss diese Rolle erst recht nicht übernehmen. Sie müssen auch nicht erklären, warum in Ihrer Familie manches anders läuft als in deutschen Ratgebern – wir kennen beide Lebenswelten und ordnen ein, was zwischen zwei Kulturen und zwei Sprachen sonst leicht als Problem missverstanden wird.
Häufige Fragen
Mein Kind möchte nicht darüber reden. Geht das trotzdem?+
Wie bereite ich mein Kind auf den Termin vor?+
Was, wenn mein Kind nicht mitkommen will?+
Erfährt die Schule oder der Kindergarten davon?+
Wie viele Sitzungen sind nötig?+
Bin ich als Elternteil dabei?+
Heißt das, mit meinem Kind stimmt etwas nicht?+
Machen Sie den ersten Schritt für Ihr Kind
Sie müssen nicht warten, bis es schlimmer wird. Und Sie müssen auch nicht sicher sein, ob es „schlimm genug“ ist. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind Unterstützung braucht, genügt ein erster Austausch. Darin schätzen wir gemeinsam ein, was Ihr Kind gerade braucht und welche Form der Unterstützung passt.
Schreiben Sie uns, was Sie beobachten
Ein paar Sätze genügen. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden zurück.